
40 Jahre nach Tschernobyl und die Folgen der Reaktorkatastrophe sind noch immer messbar – auch bei uns in Hohenthann
Vor 40 Jahren wurde meine Tochter am 15. Mai geboren. Zuerst war den meisten das Ausmaß nicht bewusst, aber nach einiger Zeit war klar, dass ich keinen frischen Salat und frisches heimisches Obst essen durfte, keine frische Milch mehr kaufen konnte, kein Fleisch von der Weide essen durfte und das ganze Jahr nur von Konserven und Vitaminpillen leben musste. Alles was auf den Feldern wuchs war verstrahlt und musste als Sondermüll entsorgt werden. Die Spielplätze wurden gesperrt und im Laufe des Sommers musste überall, wo der verstrahlte Regen niederprasselte, der Sand ausgetauscht werden.
Unsere Landtagsabgeordnete Ruth Müller hat nachgefragt: Noch immer werden jährlich zahlreiche Proben untersucht, etwa bei Wildpilzen oder Wildfleisch aus diesen belasteten Regionen. Es ist klar: Tschernobyl zeigt bis heute, dass Atomkraft keine beherrschbare Technologie ist und ihre Risiken über Generationen fortwirken.
Deshalb sagen wir „NEIN“ zu allen Forderungen zu einer Rückkehr zur Atomkraft! Egal ob klassische Kernkraftwerke oder Söders sogenannte Mini-AKWs. Atomkraft ist teuer, produziert hochradioaktiven Müll, braucht jahrzehntelange Planung und hilft nicht bei den aktuellen Herausforderungen der Energieversorgung. Endlager gibt es bis heute noch nicht. Statt Milliarden in Technologien von gestern zu stecken, setzen wir als SPD auf den konsequenten Ausbau von Windkraft, Solarenergie, Speichern und einer modernen Energieinfrastruktur. So entsteht sichere, bezahlbare und unabhängige Energie für Bayern.


