MdB Florian Pronold bei seiner Festrede
MdB Florian Pronold über 20 Jahre deutsche Einheit und seine Banklehre in Deggendorf
Kreisvorstand
MdB Florian Pronold über 20 Jahre deutsche Einheit und seine Banklehre in Deggendorf
Zur Feier der 20 Jahre deutscher Einheit fand am vergangenen Freitag ein Festabend der Landkreis-SPD und der Ortsgruppe Vilsbiburg im Sportpark-Restaurant statt. Zu Gast war Florian Pronold, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag. Er sprach über den Wert von Freiheit und Demokratie und die Aufgaben der Politik im geeinten Deutschland.
Bedeutungsschwanger stimmte "Wind of change" die Gäste auf die knapp zwei Stunden ein, in denen sich SPD-Ortsvorsitzende Theresa Bergwinkl, Kreisvorsitzende Ruth Müller und MdB Florian Pronold Gedanken über die politische Vergangenheit und Zukunft Deutschlands machten - und ab und an wehte sogar wirklich ein Lüftchen Aufbruchsstimmung durch die locker gefüllte Gaststätte.
Hauptredner des Abends war der Landesvorsitzende der bayerischen SPD und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Florian Pronold. Er legte seiner Rede am Freitagabend einen Satz von Willy Brandt zugrunde: "Wenn man mich fragt, was das Wichtigste jenseits des Friedens ist, dann ist meine Antwort immer, die Freiheit." Er selbst, Pronold, wolle den Abend nutzen, um über den Wert von Freiheit und Demokratie nachzudenken, denn "authentisch von damals erzählen, können andere viel besser".
Vom Wert der Freiheit und Demokratie
Ihm stelle sich vielmehr die Frage, ob Demokratie noch als Wert begriffen werde. "Für viele von uns ist Demokratie selbstverständlich und Freiheit wird zu gering geschätzt. Vor 20 Jahren haben dafür Menschen in der DDR ihr Leben aufs Spiel gesetzt." Die geringe Wahlbeteiligung auf Bundes- und kommunaler Ebene sei Beleg für die zunehmende Politikverdrossenheit. Besonders für viele junge Menschen sei der Wert der Freiheit schwerer nachzuvollziehen, da sie, wie er selbst, in einer Demokratie groß geworden seien. Dabei sei "eine Demokratie, wie wir sie haben, ein verdammt, verdammt hohes Gut". Pronold dachte zurück an seine eigene Jugend und stellte zur Erheiterung der Zuhörer fest, dass es "für einen Sozi in Niederbayern auch nicht immer einfach ist". Einst Auszubildender bei der Sparkasse in Deggendorf und Jusos-Vorsitzender, habe man ihm mit einem Raus wurf gedroht, sollte er weiterhin als junger Sozialdemokrat in der Öffentlichkeit Kritik an amtierenden Kommunalpolitikern üben. Pronold sah seine Meinungsfreiheit bedroht, wollte die Öffentlichkeit informieren - und blieb Auszubildender. "Doch was wäre mir in der DDR passiert ?"
Eine der großen Zukunftsaufgaben der Politik in Deutschland sah er im Thema Integration: "Wir müssen endlich die abstrakten Debatten über Probleme beenden und sehen, wie wir konkret etwas besser machen können. Und das funktioniert nur, wenn man mit den Menschen und nicht über die Menschen redet."
Wandel durch Annäherung
Er habe außerdem mehr Angst vor der Parallelgesellschaft, die sich in Deutschland herausbilde, als vor der "Problem-Gesellschaft" in Berlin-Kreuzberg. "Wir müssen die Mauer der sozialen Spaltung einreißen."
Trotz der bevorstehenden Hürden solle man aber eines nicht vergessen: "Wir leben in einer Industrienation, in einem geeinten Europa, das seit 60 Jahren keinen Krieg mehr erlebt hat, haben Wirtschaftswunder, Bildungsreform der 70er Jahre und die deutsche Einheit erlebt. Deshalb sollten wir stolz sein auf die Menschen, die das geschafft haben. Und bei aller berechtigten Kritik; es ist gar nicht so schwer, die Mundwinkel nach oben zu ziehen und zu sagen: ?Gut war's.'"
Ruth Müller, SPD-Vorsitzende des Landkreises, ließ eigene Erinnerungen an die Zeit des geteilten Deutschlands wach werden. Sie erinnerte sich an eine Radtour durch Ungarn, bei der sie Zeugin der "Wir-wollen-raus"-Bewegung der DDR-Bürger geworden sei, ohne sich der Tragweite des Geschehens bewusst zu sein. Sie beklagte aber die immer noch währende Chancenungleichheit zwischen Ost und West. "Die Politik steht in den nächsten Jahren noch vor vielen Herausforderungen, um den Weg der deutschen Einheit konsequent weiterzuverfolgen, die Spaltung zwischen Arm und Reich zu überwinden, die Grenzen zwischen Ost und West zu verwischen und eine soziale und gerechte Gesellschaft zu erreichen."
Die Geschichte der Vilsbiburger SPD begann im Jahr 1918, wie Theresa Bergwinkl zu berichten wusste. Als 1933 die ersten Sozialdemokraten in "Schutzhaft" genommen wurden, wurde diese jedoch für zwölf Jahre "gewaltsam eingefroren". Neu formiert wuchs 1960 die Zahl der SPD-Stadträte von drei auf fünf und erstmals wählten die Bürger einen sozialdemokratischen Kandidat, Josef Billinger, zum Bürgermeister. Billinger, der vier Mal in seinem Amt bestätigt wurde und 30 Jahre als Bürgermeister die Geschicke der Stadt lenkte, habe daher auch den Spitznamen "Baumeister der modernen Vilsbiburgs" erhalten. Heute stellt die SPD fünf Stadträte und mit Hans Sarcher den zweiten Bürgermeister der Stadt.
Zum Ende der Feierstunde wurden SPD-Mitglieder aus dem Landkreis, die sich in den historischen Wendejahren der Partei angeschlossen hatten, von Pronold, Müller und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Gerhard Babl für ihre lange Parteizugehörigkeit geehrt.
Landshuter Zeitung, 3. November 2011 - Von Katharina Schmid
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