Seit zehn Jahren beteiligt sich der SPD-Ortsverein Hohenthann am Ferienprogramm der Gemeinde.
Mit dem Titel „Es glitzert und funkelt – die bunte Welt der Mineralien“, bot der Ortsverein heuer den Kindern einen Einblick in diese Welt. Philipp Becker, Spezialist auf diesem Gebiet und mit enormen Kenntnissen darüber, stellte eine weltweite Kollektion zusammen.
Die Kinder durften sich die bunten Steine selber aussuchen, die sie später in eine Tonschale mit einem Teelicht eingipsten. Sehr fasziniert waren alle vom goldglitzernden Pyrit aus Peru, der auch als „Katzengold“ bekannt ist. Ebenso der Chalcopyrit aus Mexiko, der blauviolett und in Regenbogenfarben schillert. Von dort kam auch der Dalmatiner Jaspis mit seinen schwarzen Flecken auf hellem Hintergrund und der Leoparden Jaspis. Aus Brasilien stammte der lilafarbene Amethyst, Rote Jaspis, Aventurin, Rosenquarz und der gläserne Bergkristall. Weitere Fundorte der bunten Steine waren Afrika, wie zum Beispiel das Tigerauge aus Südafrika, der Achat aus Botswana, oder der Ozean Jaspis und der Pistazit aus Madagaskar. Aus Asien speziell aus Indien kam der dunkelrote Karneol und aus Australien der gelbe Moakit.
„Eine Besonderheit ist der schwarze Tektit. Vor ca. 800.000 Jahren schlug im heutigen Südostasien ein Meteorit ein und entwickelte durch die Einschlagsenergie enorme Hitze, die umliegendes Gestein und Sand zum Schmelzen brachte. Dieses Material wurde in die Atmosphäre geschleudert, kühlte dort ab und kam als glasartige Tropfen zurück auf die Erde. Ein ähnlicher Schmelz- und Abkühlungsprozess lässt sich heute noch bei Vulkanausbrüchen beobachten, wo die erstarrte Lava als Obsidianglas zurückbleibt“, erklärte Philipp Becker den Kindern.
Mit Unterstützung von Miriam Hatzl, Christine Erbinger, Dagmar von der Heiden und Karin Hagendorn fügten die Kinder ihre funkelnden Steine auf einer Gipsgrundlage in die Tonschalen zu einem Mosaik zusammen. Während der Trocknungsphase gab es Würstchen mit Semmeln und Brezen und hinterher noch ein Eis. Am Ende durften alle ihren glitzernden und funkelnden Schatz mit nach Hause nehmen, sie bekamen auch eine Weltkarte mit, auf der die Fundorte aller verwendeten Mineralien und Kristalle eingezeichnet waren.