SPD-Kreisräte beim Gespräch mit den Verantwortlichen im Krankenhaus Achdorf
SPD-Delegation um Ruth Müller, MdL, erkundigte sich nach Krisensicherheit der LAKUMED Kliniken
Kreistagsfraktion
SPD-Kreisräte beim Gespräch mit den Verantwortlichen im Krankenhaus Achdorf
SPD-Delegation um Ruth Müller, MdL, erkundigte sich nach Krisensicherheit der LAKUMED Kliniken
Landkreis Landshut – Die Anschläge in München und Magdeburg untermauerten abermals die Rufe nach besserer Vorbereitung der Gesundheitsversorger auf etwaige Massenanfälle von Verletzten (MANV). Doch auch die steigende Gefahr durch digitale Agitationen von außen sorgte im Bayerischen Landtag, in dem auch Ruth Müller, MdL und Generalsekretärin der Bayern SPD, vertreten ist, für Diskussionen um die Sicherheit der kritischen Infrastruktur. Um sich ein stichprobenartiges Bild der tatsächlichen Präventivmaßnahmen zu verschaffen, besuchte Ruth Müller daher gemeinsam mit einer Delegation der SPD-Kreistagsfraktion die LAKUMED Kliniken, deren Verantwortliche ihren Besuchern eine realistische Analyse der Krisensicherheit darlegten.
Zunächst wandte sich das Gespräch dabei „der aktuell dringlichsten Frage“ zu, wie es Sebastian Hutzenthaler, stellvertretender Landrat, ausdrückte. Die digitale Bedrohungslage ist angesichts der Elektronischen Patientenakte und des E-Rezeptes eine eminente Herausforderung für die Datensicherheit in der Gesundheitsversorgung. Manfred Mießlinger, technischer Leiter des Krankenhauses Landshut-Achdorf, informierte in dieser Hinsicht über die sich stetig spiegelnden Systeme der LAKUMED Kliniken. Zudem verfügt jede Station über einen Notfallrechner, der außerhalb jener Systeme betrieben werden kann. Und dennoch ist der Schutz durch Back-up Systeme begrenzt: „Die Frage ist nämlich nicht, ob eine solche Attacke stattfindet, sondern wann und wie gut man darauf vorbereitet ist“, skizzierte Jakob Fuchs, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der LAKUMED Kliniken, die Erfahrungen anderer bereits betroffener Kliniken in Bayern.
Mehr Geübtheit weisen die LAKUMED Kliniken dabei im Umgang mit einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MANV) auf, schließlich führten die Krankenhäuser Landshut-Achdorf und Vilsbiburg gemäß eines von den Oberärzten Florian Fauth und Jürgen Königer erarbeiteten Alarm- und Einsatzplans jeweils eine entsprechende MANV-Übung durch. In diesen außergewöhnlichen Lagen werden die Mitarbeitenden der LAKUMED Kliniken dabei über eine Alarmierungsapp einberufen, ferner tritt der hauseigene Krisenstab zusammen. Die Patienten werden im Falle eines Unglücks oder Anschlags dabei anhand des bundesweiten Wellenplans auf die jeweils nächstgelegenen Krankenhäuser verteilt. „Jedes Krankenhaus muss angeben, wie viele Patienten welcher Sichtungsklasse, also Verletzungsschwere, pro Stunde versorgt werden können“, erläuterte Gunthard Goresch, Chefarzt der Interdisziplinären Notaufnahmen der Krankenhäuser Landshut-Achdorf und Vilsbiburg, das Vorgehen, gab aber auch die Grenzen dieser Logistik zu bedenken. Je nachdem, wie viele Personen versorgt werden müssen, erhöht sich der Verteilungsradius laut Wellenplan. So wurde das Krankenhaus Landshut-Achdorf nach dem Anschlag in München ebenfalls informiert, letztlich aber nicht in die Versorgung der Opfer miteingebunden.
Mit Blick auf die Zukunft warnten Jakob Fuchs und Gunthard Goresch die politische Delegation sogar vor einer Verschlechterung der Versorgung: So zieht das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KVVG) voraussichtlich die Verringerung der Anzahl an Notaufnahmen nach sich, was sich negativ auf die Funktionalität des Wellenplans auswirken wird. „Notaufnahmen sind durch das hohe Maß an Vorhaltungen besonders teuer“, erörterte Goresch den betriebswirtschaftlichen Gedanken hinter diesen Tendenzen, welche sich auch in der Region schon in der Schließung der Notaufnahmen in Mainburg und Landau/Isar niederschlug. „Wir sind in fünf Jahren also schlechter aufgestellt als jetzt?“, zeigte sich Sebastian Hutzenthaler im Namen der SPD Kreistagsfraktion verwundert.
Die geäußerten Sorgen vor einem Ausfall der Versorgungsinfrastruktur vor Ort konnten Fuchs, Goresch und Mießlinger den anwesenden Sozialdemokraten jedoch nehmen: So werden für die Stromversorgung zwei Notstromaggregate und Heizöl für mindestens 24 Stunden vorgehalten, unabdingbare medizinische Geräte verfügen darüber hinaus über einen internen Not-Akku zur Überbrückung etwaiger Unterbrechungen. Zur Sicherstellung der Sterilisation wird das entsprechend aufbereitete Wasser ebenfalls für rund eineinhalb Tage vorgehalten, die Versorgung der Heizanlage mit Gas könnte im Notfall auf Öl umgestellt werden. Eine weiter unbeantwortete Frage bleibt die Vorbereitung auf etwaige kriegerische Auseinandersetzungen oder die Versorgung Verwundeter oder Verletzter. Zwar werden mittels des DIVI-Intensivregisters weiterhin täglich die Kapazitäten der Intensivstationen abgefragt, doch wären kriegsspezifische Verletzungsmuster für alle behandelnden Ärzte weitestgehend unbekannt und entsprechend herausfordernd.
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