MVV-Beitritt - sinnvoll oder nur teuer?

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KT Fraktion im Gespräch mit dem Busunternehmen Amberger

SPD-Kreisräte informieren sich zu Möglichkeiten der ÖPNV-Anbindung nach München und Regensburg

Soll der LAVV weitere Wege in Richtung MVV-Beitritt gehen? Was wären die Vor- und die Nachteile- diese und andere Themen waren im Mittelpunkt eines Informationsgesprächs zwischen den Kreisräten der SPD im Landkreis Landshut mit Hans Amberger, Vizepräsident der niederbayerischen Busunternehmer.

Für Hans Amberger ist klar: Der Landkreis sollte weitere Schritte des Landshuter Verkehrsverbunds (LAVV) zu einem Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund (MVV), nicht weiter verfolgen: „Der Beitritt zum MVV würde den Landkreis Landshut viel kosten und wenig Verbesserungen bringen. Allein die nach einem Beitritt notwendigen Aufstockungen an die Linienbetreiber liegen bei ca. 1,2 Millionen Euro, ohne, dass auch nur ein Bus mehr fährt.“ Amberger informierte die SPD-Kreistagsmitglieder darüber, dass derzeit ein sogenannter Landestarif ausgearbeitet wird. Vereinfacht würde das bedeuten: Fährt ein Bürger über die Grenze seines Verkehrsverbundes hinaus, egal ob in den MVV oder in den Regensburger Verkehrsverbund (RVV), bezahlt er einen landesweit einheitlichen Tarif. Damit wäre erreicht, dass ein LAVV-Kunde, wenn er nach München mit der Bahn fährt, mit dem gleichen Ticket öffentliche Verkehrsmittel in München nutzen könnte. „Und genau das erwarten die Bürger unseres Landkreises“, stellte Fraktionsvorsitzender Peter Forstner fest. Die SPD-Verantwortlichen waren sich einig, noch einmal genau zu prüfen, ob man weitere Schritte in Richtung MVV mitgehen wolle oder auf die Entwicklung eines Landestarifs setzen wolle. „Uns ist natürlich bewusst, dass dieser Landestarif genauso wenig am 1. Januar 2022 starten wird, wie es ein MVV-Beitritt zu diesem Datum geben wird“, so stellvertretender Landrat Sebastian Hutzenthaler. „Entscheidend ist ohnehin etwas anderes, nämlich wie wir im Landkreis eine deutliche Verbesserung des Angebots im öffentlichen Verkehr erreichen können, das dann auch angenommen wird,“ so Fraktionsvorsitzender Peter Forstner. Hans Amberger machte dazu eine klare Aussage: „Wenn keine flankierenden Maßnahmen getroffen werden, die Buspendlern Vorteile verschafft, wird es schwer.“ Der Plan sei, Linien, die gut genutzt werden, in besserer Taktung zu bedienen. Sebastian Hutzenthaler schloss sich Ambergers Meinung an: „Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, sollte billiger fahren und schneller am Ziel sein. Dafür müsste man Bussen eine freie Fahrbahn einräumen, z.B. die jeweils rechte Spur der Luitpoldstraße.

Die Fraktionsvorsitzenden Peter Forstner und Ruth Müller, MdL dankten abschließend Hans Amberger herzlich für den konstruktiven und informativen Austausch: „Wir bleiben im Kontakt, um gemeinsam für Stadt und Landkreis Landshut den ÖPNV zu verbessern und endlich überregionale, gute Verbindungen zu schaffen“, so Ruth Müller.

Fotograf: Pascal Padua

 

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