Aus Syrien, Palästina und dem Kosovo sind heute die ersten Asylbewerber willkommen geheißen worden. Nach einer kleinen Begrüßung durch die Bürgermeisterin Andrea Weiß und einer Vorstellungsrunde des Helferkreises wurde über Alltagsdinge, wie z.B. Einkaufen und auch über kulturelle Unterschiede gesprochen. Die Öffnungszeiten der Geschäfte für die kommenden Feiertage war ebenfalls eine wichtige Information. Drei Asylbewerber aus Eritrea, die schon vor einiger Zeit in Weihenstephan untergebracht waren und jetzt in Ergoldsbach sind, halfen beim Übersetzen vom Deutschen ins Englische und Arabische. Nach einem halben Jahr in Deutschland waren ihre Sprachkenntnisse erstaunlich gut. Die Neuankömmlinge konnten sich teilweise auch mit englisch gut verständigen, sie erzählten von ihren Berufswünschen, wie Maschinenbau und dass sie studieren wollen und zeigten großes Interesse daran, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen.
Karin Hagendorn vom SPD-Ortsverein Hohenthann bot sich an noch vor Weihnachten mit Grundbegriffen zu beginnen und mit ihnen Einkaufen zu gehen.
Anschließend ging sie und Lydia Spiel mit den Asylbewerbern durch Hohenthann und zeigte ihnen die verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf vor Ort. Auch die Apotheke, Bushaltestelle und ein kurzer Besuch in den beiden Arztpraxen wurde mit einbezogen.
Drei der neuen Gäste fuhren am Nachmittag mit Karin Hagendorn nach Rottenburg, um sich mit etwas Kleidung und Lebensmitteln für die nächsten Tage einzudecken. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt jetzt für sie.
Veröffentlicht am 19.12.2014
„Das Dezember-Sitzungsgeld ist für die Tafel“ – unter diesem Motto spendeten auch in diesem Jahr wieder die SPD-Kommunalpolitiker aus Rottenburg und Pfeffenhausen für die Rottenburger Tafel. Die beiden Stadträte Franz Gumplinger und Angelika Wimmer aus Rottenburg überreichten zusammen mit den Pfeffenhausener Gemeinderäten Thomas Niederreiter und Ruth Müller und der Hohenthanner SPD-Gemeinderätin Christine Erbinger die Spende an die Leiterin Gerti Weinzierl. Neben der Geldspende hatten die SPD-Kommunalpolitiker auch einen Korb voller Orangen dabei, denn frisches Obst ist gerade im Winter willkommen.
Leergeräumte Regale empfingen die Kommunalpolitiker am Freitag nachmittag in den Räumen der „Tafel“. Am 23. Dezember ist die letzte Lebensmittelausgabe vor Weihnachten – da wird noch einmal eingeräumt, mit allem, was wir bis dahin bekommen, so Gerti Weinzierl. Erst am 8. Januar öffnet die „Tafel“, die 105 Familien aus Rottenburg, Pfeffenhausen, Weihmichl, Obersüßbach, Rohr, Hohenthann und Neufahrn wöchentlich versorgt, wieder. 35 ehrenamtliche Helfer sammeln die Lebensmittel ein, sortieren sie und geben sie anhand der Bedarfsscheine aus.
Alleinerziehende, Geringverdiener oder Rentner – sie alle müssen täglich darum kämpfen, finanziell um die Runden zu kommen. Gespart wird, wo es geht – häufig auch am Essen. Damit in einem Land, in dem es Lebensmittel im Überfluss gibt, niemand hungern muss, wurden Mitte der 1990er Jahre die „Tafeln“ in Deutschland gegründet. Mittlerweile gibt es fast 900 Tafeln in ganz Deutschland – eine davon ist nun schon seit sieben Jahren unter dem Dach der Diakonie in Rottenburg angesiedelt und die Personen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen, werden immer mehr.
Die Lebensmittel werden von Geschäftsleuten oder Privatpersonen gespendet und in dieser Woche seien auch Lebensmittelspenden von Schulen oder Vereinen hinzugekommen. Besonders habe sie sich gefreut, als eine Pfeffenhausenerin 80 Gläser selbst gemachte Marmelade vorbeibrachte, die nächsten Dienstag als Besonderheit in die Weihnachtstüten wandern. Auch die Pfeffenhausener Pfadfinder unterstützen jedes Jahr mit der Aktion „kauf eins mehr“ die Rottenburger Tafel, berichtete Gerti Weinzierl über die verschiedenen Unterstützer aus der Region. „Über die Tafeln werden qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Menschen in Not verteilt“, informierte Gerti Weinzierl.Für den nächsten Sommer machte die Rottenburger Stadträtin Angelika Wimmer auch gleich ein Versprechen: „Die „Tafel-Kunden“ bekommen von uns dann frische Erdbeeren“. Mit den Spendengeldern könne man dazukaufen, was nicht im Angebot ist, bedankte sich Gerti Weinzierl bei den SPD-Politikern für ihre Weihnachtsspende in Höhe von 370 Euro.
Veröffentlicht am 19.12.2014
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